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Lichtensteig
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5Reto Müller

Tafel-Moränensteine-Säule für Lichtensteig, 2023

Die zweiteilige Arbeit von Reto Müller besteht aus einer Infotafel mit einem Text von Vincent Hofmann am Eingang zum Parkhaus Wolfhalden und einem in dessen Windungen angebrachten Relief aus Naturstein – zu finden am Fusse des brutalistischen Kirchenbaus. Die Arbeit lenkt den Blick auf die Bedeutung von flüchtigen Begegnungen als Teil eines verschlungenen Lebensweges. Erst in der Kombination der drei Teile, will heissen im Abschreiten dieser, eröffnet sich die Fülle an Perspektivenwechseln und lässt zudem den Raum erfahrbar machen.

Beteiligte

Diandra Germann, Moritz Lehner, Assistenz
Vincent Hofmann, Text
Joel Gmür, Martina Perrin, Grafik

Standorte

Eingang, Grabengasse 12 (Parkhaus Wolfhalden)
Windungen, Grabengasse 12 (Parkhaus Wolfhalden)

Über die Ausstellung «Frida»

Wie fühlte sich damals die Zeit an? Dauerte früher eine Sekunde länger als heute? Wem lauschen wir, um zu verstehen, was geschah? Und wie können wir uns in eine Zeit hineinversetzen, wenn die Zeitzeug:innen bereits verstummt sind? Frida Edelmann-Knöpfel, die von 1864-1921 in Lichtensteig lebte, war eine neugierige und aufmerksame Beobachterin ihrer Zeit. Dem Entrinnen der Zeit entgegenwirkend, schrieb Frida ihre Alltagserfahrungen in Mundart nieder und gab dadurch der Nachwelt die Möglichkeit, in ihre Gedankenwelt vorzudringen. Sie schrieb über die Mühen ihrer Mutter, die Beziehung zu ihrem Ehemann, ihre Kinder, über das Leben im Städtchen und gehörte damit zu den wenigen Frauen ihrer Zeit, deren Schriften überliefert wurden. Als Hommage an Frida, haben die Künstler:innen Karin Karinna Bühler, Martina Morger, Reto Müller, Lika Nüssli und Thomas Stüssi, neue Werke geschaffen, die von Fridas Erinnerungen inspiriert sind. Die Werke, welche im «öffentlichen Raum» der Gemeinde Lichtensteig installiert werden, feiern am 7. Juli 2023 Vernissage und werden dann dauerhaft im Städtchen gezeigt. Die Ausstellung wird von Marcel Hörler mit der Unterstützung von Maura Kressig und Jost Kirchgraber kuratiert.

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