Die alte Holzbrücke in Lütisburg mit ihren neu gestalteten Giebeln ist Ausgangspunkt für «Hydromyths». Auf dem Klang-Spaziergang durch das Vogelschutzgebiet an der Mündung von Thur und Necker entfaltet sich eine Reise durch die Zeiten der Erde. Menschen, Tiere, Pflanzen, Gestein, Wasser und Gesang treten dabei in Dialog und machen den Ort zu einem vielschichtigen Erlebnis.
Lucie Tuma
Lucie Tuma (geb. 1977, CH) lebt und arbeitet als Künstler:in, Choreograf:in und Kurator:in in Zürich. Unter Verwendung von Medien wie Performance, Video, Audio, Text und Skulptur dient der mehr-als-menschliche Körper mit seinen affektiven und kognitiven Fähigkeiten als Ausgangspunkt, um erweiterte Räume der Wahrnehmung zu öffnen.
An der Letzibrücke, nahe der Mündung von Thur und Necker, startet mitten in einem Vogelschutzgebiet der 45-minütige Klangspaziergang «Hydromyths». Zu hören ist ein von Vogelstimmen inspirierter Gesang: Nachtigallen, Fischreiher, Flussregenpfeifer und die Feldlerche – mittlerweile dort ganz verschwunden – sind Teil des Klangerlebnisses. Abbildungen dieser Vögel hat die Künstlerin in den Giebeln der Letzibrücke eingebrannt. Die Arbeit macht auf das grosse Artensterben, ausgelöst durch die Zerstörung und Ausbeutung natürlicher Lebensräume, aufmerksam.
Hydromyths
Sie stehen an der Letzibrücke, nahe der Mündung von Thur und Necker, mitten in einem Vogelschutzgebiet. Hier beginnt ein 45-minütiger Klangspaziergang, für den es ein Smartphone und Kopfhörer braucht. Scannen Sie den QR-Code und folgen Sie den Anweisungen.
Begleitet werden Sie von Æmber Tardis – dem Alter Ego der Künstlerin Lucie Tuma. Æmber nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Zeiten der Erde. Unterwegs begegnen Ihnen Menschen, Tiere, Pflanzen, Gestein, Wasser und Gesang. Der Gesang ist inspiriert von den Stimmen der Vögel, die früher hier lebten: Nachtigall, Fischreiher, Flussregenpfeifer – und die Feldlerche, die ganz verschwunden ist.
Abbildungen dieser Vögel finden sich in den Giebeln der Letzibrücke. Mit Feuer ins Holz gebrannt, erinnern sie an traditionelle Brückenverzierungen. Sie stehen als Zeichen der Vergänglichkeit und als Erinnerung an das, was verloren ging.
Wir leben in einer Zeit des grossen Artensterbens, ausgelöst durch die Zerstörung und Ausbeutung natürlicher Lebensräume. Der Spaziergang lädt ein, über das Vergangene nachzudenken – und darüber, wie Wandel und Vergänglichkeit sowohl die Landschaft als auch unsere Wahrnehmung prägen.